Außenwerbewelt ohne Papier?

Im Außenwerbebereich sind die digitalen Medien weiter im Vormarsch und lösen vielerorts die klassischen Außenwerbe-Papiermedien ab. Insbesondere bei architektonischen Neubauten oder -ausstattungen im öffentlichen Raum, an Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen sowie auch in den Filialen von Handelsketten oder in der Systemgastronomie werden Screens bereits während der Konzeptphase und während der baulichen Maßnahme in die Architektur integriert.
NarComm_Maximarkt

Digital Signage bzw. Digital Out-of-Home Spezialisten wie etwa Ing. Michael Narrenhofer, Geschäftsführer der 360° Kommunikationsagentur NarComm sind überzeugt, daß der Anteil der digitalen Screens bzw. umfassenden Lösungen im Segment Digital Signage mittelfristrig bis zu 50 Prozent betragen kann. „Ich bin überzeugt davon, daß es in den Filialen der Handelsunternehmen früher oder später keine Print- bzw. Papiermedien mehr geben wird“, so Ing. Michael Narrenhofer.
Dennoch ist eine Außenwerbewelt ohne Papier nicht denkbar, schließlich sind digitale Außenwerbemedien urbane Medien, die von Verkehrsknotenpunkten, hoher Frequenz und großem Werbedruck leben. Zu hoch wären die Investitionskosten für Außenwerbeunternehmen, im non-urbanen Bereich die klassischen Papierplakate durch digitale Screens zur ersetzen.
Daß aber die Entwicklung im digitalen Segment nicht aufzuhalten ist, beweist die Statistik der Austropapier zur österreichischen Papierindustrie. Demnach wurde im Jahr 2013 um rund 3,3 Prozent weniger Papier produziert als im Jahr zuvor – so die Austropapier. Eine Entwicklung, die in Folge auch die (österreichischen) Druckereien spüren werden. Es wird also keine Außenwerbewelt ohne Papier geben; die klassischen Märkte, die mit Papier arbeiten, werden die neue Entwicklung jedenfalls zu spüren bekommen.

Empfehlen/Bookmark

Hinterlassen Sie einen Kommentar