„Vorab-Akkreditierung […] erfolgt nicht!“

Als Fachjournalist arbeitet man ja vorausschauend und plant den Besuch von Branchenveranstaltungen wie etwa Messen schon ein oder mehrere Jahre im Voraus. So findet von 31. Mai bis 10. Juni 2016 die drupa, eine der weltgrößten Fachmessen für Crossmedia- und Print, am Messegelände in Düsseldorf statt. Nun, vorausschauend wie gesagt, wollte ich mich über die Website der Fachmesse als Journalist akkreditieren. Geht aber leider nicht, denn:

„Eine Vorab-Akkreditierung und ein Vorversand von Pressekarten erfolgt nicht!“

drupa1Aha. Nun gut, eine Vorab-Zusendung der Pressekarte hätte ich ohnehin nicht benötigt, ich hätte mir die Pressekarte ohnehin an einer der Akkreditierungsstellen abgeholt. Aber: Ich fliege ja nicht von Wien nach Düsseldorf, nur damit mir dort einer quasi-beamteten Ober-KlugscheißerInnen an den Akkreditierungsstellen sagt, ich dürfe in meiner Eigenschaft als Herausgeber, Eigentümer und damit natürlich auch kaufmännischer Verantwortlicher des Magazin OUT-OF-HOME nicht ins Messegeschehen – und das obwohl ich rund 50 Prozent des redaktionellen Teils selber schreibe. Lediglich die Redaktionsleiterin dürfe hinein. Nein danke, brauche ich nicht, habe schon mal bei einer Fachmesse in Düsseldorf erlebt.
Zahlt mir Drupa-Veranstalter Messe Düsseldorf dann mein sinnlos erworbenes Flugticket sowie die zahlreichen Altbiere, die ich in der Düsseldorfer Altstadt bis zum (abendlichen) Rückflug verdrücke anstatt auf der Messe zu sein.

Ja, liebe Messeveranstalter und liebe Drupa Presseabteilung, ich verstehe jede nur erdenkliche Vorsichtsmaßnahme, um sich Brötchenbanden oder die Earls of Sandwich vom Leib und vom Messegeschehen zu halten. Aber mit seriösen Fachmedien und deren Vertretern, die oft von weit her anreisen, so umzugehen, finde ich nicht fein. Zumal auch jede (Fach-)Messe von Publizität in den einschlägigen Fachmedien lebt – und die Existenz der Fachmedien und der dabei handelnden Personen läßt sich in Zeiten von Web 2.0 einfachst verifizieren.

Für sämtliche andere Fachmessen, die für unser Branchensegment interessant sind und die wir seit Jahren auch regelmäßig besuchen, ist eine Vorabakkreditierung selbstverständlich möglich. Macht für Fachjournalisten bei dieser Menge an Branchenveranstaltungen alles leichter planbar.

Foto: Messe Düsseldorf

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