Verschmutzung des öffentlichen Raums

Ja, das ist so eine Sache mit den zahlreichen Außenwerbeformen und Werbeträgern. Das ließ sich auch an den Argumenten der Diskussionsteilnehmer zum Thema „Ambient Pollution“ auf den Österreichischen Medientagen erkennen. Was für die einen in den öffentlichen Raum integriertes – sogenanntes – Stadtmobiliar ist, ist für die anderen Zumüllung von Stadt und Landschaft mit (Außen-)Werbeträgern. Jedem/jeder seine/ihre – legitime – Sichtweise.
Dennoch einige Worte zu den Zumüll-ArgumentiererInnen (oh, ich gendere): Die Außenwerbeunternehmen haben in den letzten 15 bis 20 Jahren vieles und eventuell sogar alles unternommen, um das Erscheinungsbild von Städten und Landschaften nicht zu zerstören oder zu beinträchtigen. Eben darum heißt es heute ja Stadtmobiliar. Außenwerbeträger werden baulich ästhethisch in den öffentlichen Raum integriert; so, daß PassantInnen im ersten Schritt die Werbebotschaft – so soll es ja sein – wahrnehmen, aber den Werbeträger als solchen nicht als störend oder unästhethisch empfinden.
So weit, so gut.

Nun ist es aber mal so, daß aus welchen Gründen auch immer, Standorte aufgegeben werden oder aufgegeben werden müssen. Sei es, weil Mietverträge für Stellen auslaufen und vom Grundeigentümer nicht mehr verlängert werden; sei es, weil Standorte aufgrund zu hoher Mietkosten für den/die Außenwerbevermarkter unrentabel werden; oder, weil die Frequenz der Standorte für neue Meßverfahren zu gering ist.
So geschah es im Rahmen der Impementierung des Outdoor Server Austria, das neue Analyse- und Planaungstool und damit die neue vailde Außenwerbe-Standort-Währung. Viele der Standorte wurden durch das neue – dem Outdoor Server Austria zugrunde liegende – Berechnungssystem sowohl frequenzmäßig (also bezogen auf Fuß- und Fließverkehr am Standort) als auch (und das ist für die Vermarktungsunternehmen der zweite entscheidende Punkt) – betriebswirtschaftlich unrentabel.
So weit, so gut.

Um die Verschmutzung des öffentlichen Raums und damit PassantInnenbeschwerden inklusive der diesbezüglichen Unzufriedenheit – „no, da schauts aber aus in meinem Bezirk, die vielen alten grauslichen Plakattafeln“ – auf das Minimalste zu reduzieren, sollten die Außenwerbe-Vermarktungsunternehmen sämtliche nicht mehr bewirtschaftete Standorte abbauen bzw. abbauen lassen.
Damit ersparen sich die Unternehmen viel Kritik von Anrainern, Beschwerden vor Bezirks- und Magistratsämtern und den generellen Groll bzw. die generelle Ablehung gegen/von Werbeträger im öffentlichen Raum. Denn der am nachstehenden Foto gezeigte Zustand ist werde produktiv noch zielführend für die weitere Entwicklung von Außenwerbestandorten.

Plakatwand kaputt Kaputt kaputtFotografiert von mir am 21. Oktober 2013 am nahenden Kreuzungseck der Nikolsburger Gasse zur Stammersdorfer Straße in 1210 Wien.

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